Trockenmauer für den Garten

Sie bereichern jeden Garten, sind dekorativ und bieten als sogenannter Steingarten zahlreichen Pflanzen und Tieren Lebensraum. Die beste Zeit eine Trockenmauer zu errichten ist der Herbst stone-wall-243855_640(1)oder Winter. Schon im Frühjahr kann mit der Bepflanzung begonnen werden. So ein Aufbau ist zwar mühselig, doch einmal fertiggestellt braucht sie kaum noch Pflege. Was das in Frage kommende Material betrifft, ist das genauso vielfältig wie die Gestaltungsmöglichkeiten. So kann Sandstein, Granit, Schiefer und Kalkstein und vieles mehr dazu angewandt werden. Auch die unterschiedlichsten Formen wie Quader oder Platten eignes sich für den Bau einer Trockenmauer. Befindet sich zufällig in der Nähe ein Steinbruch, kann man das notwendige Baumaterial sogar noch günstig erwerben.

Durch den Bau von Trockenmauern werden nicht nur natürlich aussehende Abstützungen für Hänge geschaffen, gleichzeitig entstehen auch Biotope in denen sich Pflanzen und Tiere wohlfühlen. So wird nahezu jeder Hohlraum von Kleinlebewesen in Beschlag genommen, schließlich finden sie dort sicheren Unterschlupf. Pflanzen fühlen sich ebenfalls sehr wohl, schätzen sie die Steine doch als Wärmespeicher, die für ein Klima sorgen, in dem sie ideal gedeihen können.

Möglich ist es zum Beispiel, auf einer Trockenmauer einen Kräutergarten zu errichten. Die Gewürzpflanzen könnten sein Oregano, Thymian und Salbei. Sobald die Sonne scheint, entwickeln diese Kräuter ihr typisches Aroma.

Aufbau Trockenmauer

Im Gegensatz zu einer Gartenmauer, die ein solides Fundament nötig hat, kann eine Trockenmauer frei angelegt werden. Anfangs wird der Bereich abgesteckt und die Mutterbodenschicht ausgehoben. Die ausgehobene Erde kann beim Maueraufbau verwendet werden. Auf den zurechtgemachten Untergrund wird die erste Schicht Steine gesetzt. Die Zwischenräume werden mit der vorhandenen Aushuberde verfugt. Das Festtreten dieser Erde verhindert ein mögliches Zusammensacken.

Nun ist der weitere Aufbau möglich, bis die Trockenmauer die vorgesehene Höhe erreicht hat. Günstiger sind kantige Steine, sie lassen sich einfacher zu einem stabilen Block aufschichten als Rundsteine. Wichtig beim ganzen Aufbau ist, dass die Hohlräume mit Erde verfüllt werden. Wichtig ist vor allem ein konischer Aufbau. Die Seiten müssen leicht schräg zum Hang hin geneigt sein, das verhindert ein Abrutschen der Steine.

Bepflanzung

Je nach Art der Bepflanzung ist ein spezielles Substrat nötig. So benötigen zum Beispiel Alpenrosen saure Erde. Stauden und Gehölze dagegen bevorzugen alkalische Erde. Allerdings gedeiht ein Großteil dieser Pflanzen auf jedem Gestein, beziehungsweise in guter Erde zwischen den Steinen. Sind die Pflanzen unterschiedlicher Art, können auch die speziellen Substrate miteinander vermischt werden. Das gewährleistet, dass sich schon bald nach der Bepflanzung ein kleines Naturparadies entwickelt.